40.3 Millionen: Novartis-Chef Vasella zockte 2008 am meisten ab (Foto: World Economic Forum)
 

Abzocker: Am 6.10. legen wir los!

Am Donnerstag wurden wir zweifach bestätigt. Die Bundeskanzlei hat defintiv den Startschuss für die 1:12-Initiative gegeben. Am 6. Oktober dürfen wir mit Sammeln  beginnen! Das wir damit auf dem richtigen Weg sind, folgte praktisch zeitgleich: Am Donnertag präsentierte die Anlagestiftung Ethos auch ihre Managerlohn-Studie.

Das Fazit der Studie: Die Abzocker bei den Banken mussten zwar wegen der Krise ihre Löhne - auf hohem Niveau - leicht nach unten korrigieren, sonst aber blieb alles beim Alten. Ein durchschnittlicher Manager bezieht im Jahr immer noch 4 Millionen Franken. Das sind 56 Mal mehr als ein/e typische/r Arbeitnehmer/in in der Schweiz verdient!

Abzocker sind also nach wie vor ein Problem. Was sie mehr bekommen, wird den anderen ArbeitnehmerInnen vorenthalten. Mit der 1:12-Initiative dürfen die Manager nicht mehr als 12 Mal so viel verdienen wie sein/e Mitarbeiter/in mit dem kleinsten Lohn. Damit bleibt für alle anderen mehr, die Löhne werden gerechter und die Abzocker endlich gestoppt. Grund genug, um am 6. Oktober mit voll Gas loszulegen. Oder?

Kommentare

Novartis bezahlt Vassella

V ist ein ganz armer Teufel! Jetzt scheffelt er Millionen. Hat aber gar keine Zeit davon zu profitieren. Um das ganze zu ändern soll der JUSO, der gestern in der Arena, von den Vergütungen an V sprach, das Ruder bei Novartis übernehmen. So einfach ist das doch! Oder nicht?

Sozial wie ich es meine!

RENTENKLAU / Kein Zins – und für Alles die Lösung ! Das Pensionskassen-Problem muss radikal neu angegangen werden. Aus langjähriger Erfahrung als Manager einer Pensionskasse sehe ich die Sache seit vielen Jahren in eine üble Zukunft schlittern. Die schlechte Situation im Pensionskassen(un)wesen beeinflusst viele Facetten der Arbeits- und Sozialwelt! Statt gelöst wird, wie vielfach üblich, nur gebastelt und geschoben. Es betrifft ja vor allem die Zukunft. Hier nun mein Vorschlag: Es war einmal der kluge Spruch: «Mündelsicher anlegen» – und er gilt immer noch. Versager in der ganzen Pensionskassen-Misere sind doch die Gewerkschaften und die SP mit ihren Mitläufern. Niemand hat sie daran gehindert, das Problem längst selbst an die Hand zu nehmen. Einmal mehr sind sie dazu unfähig. Das ursprüngliche Prinzip war doch die Altersfürsorge mit den drei Säulen. Viele Staaten haben uns darum beneidet. Die erwähnten Institutionen haben andererseits im hohen Mass dazu beigetragen, dass unser Staat sich liquidiert. Da picke ich nur das raus, was die Pensionskassengelder angeht. Welches sind die grössten Ausgabeposten bei der Pensionierung: 1. Mietzins, 2. Steuern, 3. Krankenkasse. Der Weg des 2.-Säule-Geldes geht heute an: Versicherungsgesellschaften, Banken, selbständige Pensionskassen und ähnliche. Die legen es dann an. Schöpfen viele Mittel selbst ab. Damit es hoch rentiert, wie wir jetzt wissen, mit viel Risiko. Das Resultat ist die aktuelle Krise. Der Änderungsvorschlag sieht wie folgt aus: Die Mittel der 2. Säule gehen direkt in die eigene Wohnung (wohl via WBG). Die Mieter sind demnach Eigentümer einer Wohnung, haben daher Schulden, aber diese vermindern sich stetig. Der Mietzins bleibt. Das bedingt natürlich, dass die jetzigen Eigentümer (zwangs-)enteignet werden. Problem Verzinsung und Umwandlungssatz sind damit aber vom Tisch. Wohnungswechsel und vieles andere mehr müssten durch ein Immobiliengeld «Wohnungs-Bon» geregelt werden. Diese simple Lösung ändert und regelt sehr vieles. Bei Pensionierung ist dann ein grosser Teil der Ausgaben bereits bezahlt. HaRu WEBER Biel Ergänzung zu meinem Vorschlag „2. Säule-Gelder in eigene Wohnung“. Verzinsung: In jedem Mietzins ist weit mehr als 4 % Hyp oder EK Verzinsung eingerechnet. Diese Aussage zur Meinung BR Leuthard sagt Alles! Ein Argument mehr für meinen Lösungsvorschlag!

Auch PricewaterhouseCoopers sieht keine Trendwende

Auch PWC sieht keine Trendwende. In ihrer gestern veröffentlichten Studie zeigen sie zwar, dass die Boni (variablen Lohnanteile) Topmanager in der Schweiz wegen der Finanzkrise leicht gesunken sind. Die Fixgehälter bleiben jedoch relativ stabil. Bei den SMI-Unternehmen verdienen die Manager im Schnitt immer noch stolze 6.9 Millionen! Also: Weiterhin Grund genung tatkräftig ans Werk zu gehen. Gemeinsam für gerechte Löhne!

Werden Billigjobs dann ausgelagert?

Ich finde die Initiative gut. Allerdings fürchte ich, dass die Firmen reagieren werden, indem sie die Niedriglohnjobs outsourcen, wie es jetzt schon vielfach mit Reinigungspersonal geschieht. Damit würde man dann ausgerechnet den am schlechtesten bezahlten Angestellten einen Bärendienst erweisen, indem man sie in noch schlechter bezahlte und wesentlich unsicherere Jobs bei Dienstleistungsunternehmen drängt. Wie möchten Sie das im Fall einer Annahme der Initiative verhindern?

Nicht billig Jobs werden ausgelagert sondern der Firmenhauptsitz

Die Firmen würden ihre hauptsitze ins Ausland verlagern und um ihren Managern den Lohn zu zahlen. Diese Initative würde die Schweiz in den Ruin führen, da riesige Steuerausfälle auf uns zukämen. Die Initiative ist in der heutigen Wirtschaft unvorstellbar.

Sie ist sehr wohl vorstellbar.

Die Inititive wird kein Unternehmen zu verlagern ihres Hauptsitzes bewegen, weil die Initiative den Erfolg eines Unternehmens nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil: Oftmals sind zu hohe Löhne für Manager schlecht für die Unternehmen (unverantwortliche Risiken, schlechtes Unternehmensklima). Die Initiative ist in der heutige Zeit dringender denn je. Wir wollen uns nicht weiter von den Manager in der Teppichetage vorschreiben lassen, was wir zu tun haben. Das Volk muss - gerade in der Krise - wieder die für faire Spielregeln sorgen!

Leute werden gehen

Der Erfolg des Unternehmens hängt von dessen Führung ab. Solange im Ausland mehr bezahlt wird, werden die guten Leute nicht mehr in der Schweiz arbeiten. Was zur Folge hat, dass in der Schweiz nur noch unqualifizierte Leute arbeiten, was wiederum zum Erfolgseinbruch kommt. Wenn jeder mit sich selber ehrlich ist, geht er dort arbeiten wo er mehr verdient. Die billigste Arbeitskraft verdient ca. 3'500.- CHF pro Monat, dies sind 42'000.- CHF im Jahr. Also dürfte ein Manager nur noch 504'000.- CHF verdienen. Dies steht in keinem Verhältnis zudem was in Wirklichkeit gezahlt wird. Ich würde sofort ins Ausland wechseln. wo noch mindestens das doppelte bezahlt wird. Wahrscheinlich ist es das x-Fache. Somit wird der Handelsplatz Schweiz zerstört.

Tja, hier liegt ein grosser

Tja, hier liegt ein grosser Irrtum drin. Wäre der Lohn gleich der Qualität der geleisteten Arbeit, so würden die meisten unserer Häuser im ersten Jahr nach Bau zusammenbrechen und die Böden in unseren Büros wären nach der Putzequipe schmutziger als zuvor. Hätte Ospel & Co. genauso gut gearbeitet wie abgezockt, so hätten die Schweizer nicht 66 Milliarden in diese Bank pumpen müssen. Nicht mit viel Geld holt man die besten Leute…

...und dieses Geld hat sich

...und dieses Geld hat sich der Staat mit einem zins von 12.5% vergolden lassen. Wo ist das der Unterschied zwischen Staat und Finanzhaus? Da gibt es keine Antwort, jeder nimmt wo er kann (dem anderen bleibt ja gar nichts anderes übrig) auch der Staat. Im Kreditwesen verflucht man die Banken, dass sie nicht unterstützen oder zu teuer sind. Wer glaubt jemand hilft umsonst ist von gestern.

dann sollen sie gehen

... und alle mitnehmen denen es hier nicht passt. ich meine gelesen zu haben dass es grössere firmen gibt, die nicht so weitweg von 1:12 sind. oder irre ich mich?

Outsourcing ist kein Problem!

Das mit der Auslagerung ist nicht so einfach: Wir sprechen im Initiativtext 1. von "Unternehmen" und nicht von einer bereits juristisch definierten Person. Leute in Managment-Gesellschaften, Scheinselbständigkeit oder dauernden Auftragsverhältnissen müssten wie "normale" Arbeitnehmer/innen betrachtet werden. 2. wurden in den 90ern bereits viele Auslagerungen gemacht, so dass weiter Auslagerungen häufig ineffizient sind. 3. müssen Auslagerungen um 1:12 zu verhindern - falls die Initiative angenommen wird - vom Parlament strafbar gemacht werden.

Scheint mir nicht so einfach

Wie will man das kontrollieren? Fall a) Firma X entlässt den Kundendienstmitarbeiter und beauftragt ein irisches Callcenter - Ein Vorgang, der bereits heute stattfindet, und der unmöglich strafbar gemacht werden kann (Wer entscheidet anhand welcher Kriterien, welches Auftragsverhöltnis zulässig und welches missbräuchlich ist?) Fall b) Firma Y bräuchte eigentlich zusätzliche Reinigungskräfte. Sie stellt diese aber wg. 1:12 nicht an, sondern vergibt einen Pauschalauftrag an die Firma McClean AG, an der Y in keiner Weise beteiligt ist. Wollen Sie Y tatsächlich verbieten, McClean einen Auftrag zu geben? Erbeut: Wer entscheidet, ob ein Auftrag eine zulässige unternehmerische Entscheidung oder ein Umgehungsversuch von 1:12 ist? Fall c) Firma Z braucht eine längerfristig angestellte Chefsekräterin. Sie stellt diese aber nicht direkt, sondern via Manpower an. Welchen Lohn rechnen Sie nun für 1:12? Den, den Z an Manpower zahlt, oder den, den Manpower an die Sekretärin zahlt? Falls letzteres, was machen Sie dann mit der Differenz, die ja auch Einkommen ist, bloss halt für jemand anderes? Ich betone: Ich finde Begrenzung der Lohnexzesse richtig und wichtig, aber ich denke, man müsste die Kritiken an der Initiative, die mit Sicherheit kommen werden, versuchen konstruktiv aufzunehmen.

@ Stefan: Danke für deine

@ Stefan: Danke für deine Kritikpunkte. Hier meine Antworten: Zu a): Outsourcing in andere Länder können immer gemacht werden. Sind aber meist relativ kostspielig und risikoreich. Zudem wurden viele bereits während den 1990ern vorgenommen, was bedeutet, dass der Spielraum für weiteres Auslagern aus Effizienzgründen oftmals keine Option ist. Zumal gibt es in jedem Betrieb Arbeitskräfte mit Tief- oder zumindest MIttellöhnen, die sich nicht auslagern lassen - und wegen denen dann eine Auslagerung wegen 1:12 sowieso keine Option mehr ist. Zu b): Wir wollen niemandem etwas verbieten. Wenn ein Unternehmen einer Grafikerin einen einmaligen Auftrag gibt, gilt 1:12 nur für das Unternehmen. Nimmt aber die Grafikerin nur Aufträge eines Unternehmens entgegen, ist die Grafikerin als Mitarbeiterin der Unternehms zu betrachten. Die genaue Regelung, wie und wo die Grenzen zu ziehen ist, ist dann aber Aufgabe des Gesetzgebers. Wie bei Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Strassen wird sich aber auch hier ein Grenze ziehen lassen. Schliesslich zu c): Schreiben wir im Initiativtext, dass der Gesetzgeber bei Ausnahme der Initiative betreffend Tempor- und Leiharbeitsverhältnissen die Anwendung von 1:12 detailliert regeln muss. Damit wollen, wir eben Fall c) verhinden. Temporär- und LeiharbeiterInnen sind mit der Formulierung des Initiativtexts wie "normale" Angestellte zu betrachten.

Eine Sichtweise

Auf dieser Seite sieht es aus wie Abzocke! Aber auf der anderen Seite sieht man das anders. Wenn mir jemand 52x mehr Lohn gibt, wäre ich ja schön blöd, wenn ich das Angebot nicht annehmen würde. Ich will damit sagen, dass irgendwo ja mal ein Blödmann gewesen sein muss, der es zugelassen hat und gebilligt hat, dass da solche Löhne überhaupt fliessen konnten. Natürlich würden wir, wir die ja auf der anderen Seite sind, so einen Lohn wenigstens wieder ausgeben. Wir würden bestimmt 50 Arbeitsplätze schaffen, denn der doppelte Lohn wäre uns doch gut genug! Oder nicht??????

hey - wacht auf, kommt zurück...

auf den Boden der Realität! Ich hoffe wirklich nicht, dass Ihr alles glaubt war Ihr von Euch gibt! Wenn Ihr alles besser wisst, dann setzt Euer Wissen ein - eröffnet Firmen, schafft Arbeitsplätze - aber tut etwas vernfünftiges. Nicht nur ständig kritisieren und andere verurteilen und vor Neid fast platzen. Tut was für die Leute und schafft Arbeitsplätze und Arbeit! Nicht Umverteilung schafft Wohlstand sondern Arbeit für die jemand bereit ist einen Preis zu zahlen! Ihr wisst ja alles - es wir Euch leicht fallen etwas prosperierendes zu schaffen und Eure Clientele wird Euch dankbar sein! Setzt doch Eure Energie für etwas sinnvolles ein

Die Firmen würden ihre

Die Firmen würden ihre hauptsitze ins Ausland verlagern und um ihren Managern den Lohn zu zahlen. Diese Initative würde die Schweiz in den Ruin führen, da riesige Steuerausfälle auf uns zukämen. Die Initiative ist in der heutigen Wirtschaft unvorstellbar.

Abzocker oder Geheimspieler ?

Hoi zäme geht doch mal auf: http//bilderberg2009.blogspot.com/2009/05/bilderberg-2009-teilnehmerliste.html. Seite 4 etwas unterhalb der Mitte!!! Seite 1 ist auch ziehmlich pikant, unterer siebtel und oberer drittel!!! Alle anderen sind auch nicht von schlechten Eltern! Ich grüsse Euch Visu