Wahlen 2010

Öffentlicher Verkehr für alle!

Kostenloser ÖV, tägliche Nachtbusse, durchgehendes Velowegnetz.

Das Leben in unserer Stadt wird ein klein wenig besser, wenn der ÖV kostenlos ist, wenn an jedem Wochentag Nachtbusse fahren und wenn es endlich ein durchgehendes Velowegnetz gibt.

Es ist sozial gerecht, wenn der öffentliche Verkehr kostenlos ist. Denn so wird das Budget von vielen Menschen spürbar entlastet. Auch wenn dies für manche Banker seltsam klingen mag: Es gibt in unserer Stadt sehr viele Menschen, für die es eine grosse Rolle spielt, ob sie jedes Jahr 700 Franken für das Regenbogen-Abo bezahlen müssen oder nicht.

Zudem ist der kostenlose ÖV auch ein äusserst wirksamer Beitrag zum Klimaschutz. Je günstiger der ÖV ist, desto attraktiver ist er, und je attraktiver er ist, desto mehr wird er benutzt. Jede so verhinderte Autofahrt entlastet das Klima ganz konkret.

Selbstverständlich lässt sich einwenden, dass der Gratis-ÖV irgendwie finanziert werden muss. Dies geschieht – wie bei allen kostenlosen staatlichen Angeboten – über die Steuern. So tragen starke Schultern mehr als weniger starke, und vor allem werden so die Unternehmen mehr als bisher an den Kosten des ÖV beteiligt. Dies ist durchaus richtig so, denn die Unternehmen profitieren ja auch davon, wenn der ÖV gut funktioniert und die Angestellten pünktlich zur Arbeit erscheinen. Unter dem Strich bleibt so eine finanzielle Entlastung für die meisten Menschen und für die Umwelt.

Der öffentliche Verkehr sollte jedoch nicht nur kostenlos werden, sondern auch besser: Durch Nachtbusse an jedem Wochentag. Heute ist das Nachtbusnetz am Wochenende wirklich gut. Unter der Woche gibt es jedoch keinen einzigen Nachtbus. Das schränkt unsere Freiheit ein – denn wir wollen dann in den Ausgang, wenn wir wollen, und nicht dann, wenn uns die VBZ dies „erlauben“. Deshalb ist es Zeit für einen Nachtbus an jedem Wochentag!

Noch ökologischer als der öffentliche Verkehr ist das Velo. Heute gibt es in der Stadt manche Velowege, doch enden sie meistens genau dort, wo man sie wirklich brauchen würde. Wer kennt das nicht: Solange die Strasse breit ist – solange die Autos also auch ohne Veloweg mit genügendem Abstand überholen –, solange hat es einen Veloweg. Doch genau dann, wenn die Strasse schmäler wird – wenn also die Autos ohne Veloweg häufig keine genügende Distanz mehr wahren –, verschwindet der Veloweg urplötzlich. Auch hier ist es höchste Zeit für einen Politikwechsel!

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