JUSO Blog

Jahresrückblick 2010

 

Die JUSO Stadt Zürich kann auf ein äusserst erfolgreiches Jahr zurück blicken.  Nicht nur sammelten wir rund 15'000 Unterschriften für die 1:12-Initiative, wir bestritten auch gemeinsam mit unserer Mutterpartei den Gemeinderatswahlkampf 2010 und beteiligten uns aktiv bei Abstimmungskämpfen.

Das Jahr 2010 begann für uns mit dem Gemeinderatswahlkampf. Auf den SP-Listen kandidierten 18 JUSOs für den Gemeinderat. Unter dem Motto "Zürich für alle." setzten wir uns mit kreativen Aktionen wie dem Caquelòn, den Velosattelüberzügen und dem JUSO-Bus, für mehr Freiräume, Gratis-ÖV und Lohngerechtigkeit ein. Zudem verteilten wir tausende von Flyer, Postkarten und Kleber an die Bevölkerung der Stadt Zürich. Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der SP wurde neben den bisherigen GemeinderätInnen Rebekka Wyler (Kreis 3), Davy Graf (Kreis 9), Simone Brander und Florian Utz (beide Kreis 10) auch Linda Bär (Kreis 11) in den Gemeinderat gewählt.

Durch das Jahr begleitete uns die 1:12-Initiative. Über 12 Monate hinweg standen wir Woche für Woche auf der Strasse und sammelten Unterschriften. Im Oktober war es soweit. Nach einem Jahr Sammeln hatten wir schweizweit 125'000 Unterschriften beisammen, wovon alleine die Stadt Zürcher JungsozialistInnen 15'000 gesammelt haben.

Neben dem Unterschriftensammeln und der damit verbundenen Forderung nach mehr Lohngerechtigkeit machten wir mit diversen Aktionen auf die unverschämt hohen Saläre einiger Topmanager und die unethische Politik der Grossbanken aufmerksam. Wir verliehen Brady Dougan den „Goldenen Arsch“, sperrten den Eingang der UBS ab und beschuldigten die Bank ein Tatort des Verbrechens zu sein. Unsere Gemeinderätin Linda Bär reichte eine Anfrage im Gemeinderat ein, dass die Stadt Zürich per sofort auf alle Geschäftsbeziehungen mit der UBS und der Credit Suisse verzichten soll. 

Auch bei Abstimmungskämpfen, wie der BVG-Vorlage oder der AVIG-Revision, der Steuergerechtigkeitsinitiative und der Ausschaffungsinitiative, überall kämpften wir mit Flyer, Plakaten und Aktionen an vorderster Front für die Anliegen der Sozialdemokratie.

Die JUSO Stadt Zürich hat gemeinsam mit der JUSO Kanton Zürich und der JUSO Schweiz ein bewegtes und intensives Jahr hinter sich. Gemeinsam haben wir es geschafft, eine spürbare Kraft in diesem Lande zu werden und das Gedankengut der Sozialdemokratie im Bewusstsein der BürgerInnen zu stärken. Der Mitgliederzuwachs gibt uns Recht, bestärkt unser Engagement und stimmt uns optimistisch.

Für das Wahljahr 2011 sind wir somit gut aufgestellt. Mit unserer Initiative „Für einen starken Kanton Zürich – Ja zur Bonzensteuer“ gehen wir die krasse Vermögensverteilung in unserem Kanton an und fordern die Erhöhung der Vermögenssteuer auf 1% bei Vermögenswerten über zwei Millionen Franken.