Unerhörte Reinigungsaktion auf dem Paradeplatz
Nach der friedlichen Besetzung des Paradeplatzes sorgte der Stadtrat für eine schnelle Reinigung, damit die Banker die Botschaften der ProtestantInnen nicht zu Gesicht bekamen. Die JUSO Stadt Zürich ist höchst verärgert über das Vorgehen und hat dem Stadtrat einen offenen Brief geschrieben.
Am vergangenen Samstag versammelten sich über tausend Bankenkritiker auf dem Paradeplatz. Einige Dutzend AktivistInnen hausten bis am Montagmorgen auf dem Paradeplatz bevor sie von der Polizei weggeschickt wurden. Kurz danach wurde auch der Paradeplatz komplett gesäubert von Transparenten, Plakaten, einem Holzturm und Kreidenzeichnungen. All dies beinhaltete viele Botschaften an die gierigen Banker. Offensichtlich wollte der Stadtrat den Bankern, oder besser gesagt den Bankstern, den Anblick von Kritik nicht zutrauen und polierte den Paradeplatz auf Hochglanz.
Die JUSO ist empört über dieses Vorgehen. Das Volk hatte seine Botschaften auf dem Paradeplatz für die Banker platzieren wollen. Der Stadtrat hat aber mit seiner eiligen Putzaktion mutwillig verhindert, dass die Botschaft seinen Empfänger erreichen konnte. Er hat sich dem Diktat der Banken unterworfen statt dem Volk sein Recht auf freie Meinungsäusserung zu gewähren.
Das Vorgehen des Stadtrates ist für die JUSO inakzeptabel. Die JUSO hat sich deshalb in einem offenen Brief an die verantwortliche Stadträtin Ruth Genner und den Gesamtstadtrat gewendet.
Der Brief befindet sich im Anhang.
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Hat nichts damit zu tun